Hier sehen Sie eine kleine Auswahl, der auf der Seite “Probleme” beschriebenen Unverträglichkeit von Ohrmarken bei Schafen und Ziegen.

Im Laufe der Jahre kamen unterschiedliche Ohrmarken zum Einsatz:

a) Messingmarken, die sehr eng und mit großer Oberfläche am Ohr anliegen
b) Plastikmarken, mit Dorndurchmesser von ca 8 mm
c) Plastikmarken, die relativ klein sind und einen Dorndurchmesser von ca 2 mm haben
d) Plastikmarken, die in anderen Betrieben Probleme verursachten

 

c) Plastikmarken, die relativ klein sind und einen Dorndurchmesser von ca 2 mm haben

Die sogenannte Schlaufenohrmarke war bis Ende 2009 nur für Zwergziegen zugelassen. Diese Zulassung für alle Schaf- und Ziegenrassen stand im zeitlichen Zusammenhang mit dem Zwischenergebnis der Studie “Elektronische Kennzeichnung bei Schafen und Ziegen” der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Grub, bei der eine unterschiedlich hohe Unverträglichkeitsrate verschiedener Ohrmarkentypen festgestellt wurde. Dabei schnitt die Schlaufenohrmarke mit Abstand am besten ab.
Die Perforationsfläche bei der Schlaufenohrmarke mit 2 mm Dorndurchmesser ist um das 15-fache geringer als bei den seither gebräuchlichen Marken mit 7,5 bis 8 mm Dorndurchmesser. Von daher erscheint eine bessere Verträglichkeit plausibel.

In der Praxis ergaben sich in unserem Betrieb jedoch nur unwesentlich bessere Verträglichkeiten. Seit Beginn der Verwendung dieser Marke im September 2010 musste in unserem Ziegenbestand bei einem Drittel der Ziegen wegen Unverträglichkeit eine oder beide Ohrmarken wieder entfernt werden (Stand März 2012).

Die Problematik wird durch die folgenden Bilder ersichtlich:

Die Ohrmarke bei dieser Ziege wurde am 24. November 2010 eingezogen. 7 Tage später war das rechte Ohr so dick geschwollen, dass die Ziege es nicht mehr aufstellen konnte. Es hatte sich Wundwasser und Eiter gebildet. Das Ohr war extrem schmerzempfindlich. Die Entfernung der Marke war durch die Schwellung des Ohres nur unter großen Schwierigkeiten möglich.
Bereits wenige Tage später war die Schwellung völlig zurückgebildet und die Perforationsstelle völlig verwachsen.

      

 Typisch sind kreisförmiger Haarausfall um die Perforationsstelle und getrockneter Eiter rund um die Perforationsstelle, der auch unter der Marke Druck auf die Ohrhaut ausübt.

      

Im rechten Bild ist zu sehen, dass unter der Verkrustung ständig neuer Eiter gebildet wird, der bei geringen Bewegungen am Ohr nach außen quillt.

      

Verkrustete Perforationsstelle auf der Innenseite des Ohres. Die normale Ohrhaut wird zerstört

      

Linkes Bild: frischer Eiter an der Ohrinnenseite. Rechtes Bild: Haarausfall großflächig.

      

Linkes Bild: Verkrustung aus Blut, Eiter und Wundwasser. Marke stark eingewachsen.
Rechtes Bild: Proliferative Wucherung des Innenohrgewebes.

      

Linkes Bild: einsetzende Blutung durch geringe Bewegung am Ohr. Rechtes Bild: starke Blutung nach dem Entfernen der Marke. Extreme Schmerzhaftigkeit des Ohres beim Entfernen der Marke.

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